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Testbericht

Acapella Audio Arts Basen Teil 1

von Dirk Sommer für image hifi • 06/98 • Test: Acapella Fondato Silenzio

Ich hoffe für Sie, daß Ihre Anlage gerade mal aus einem Receiver, einem Plattenspieler und einem CD- Spieler besteht, falls sich die Acapella-Audio-Arts-Basen auch auf lange Sicht bewähren sollten. Denn nach meinem momentanen – zugegebenermaßen noch recht rudimentären – Erfahrungen mit diesen ebenso schmucken wie sündhaft teuren Gerätschaften zur Beruhigung aller nur denkbaren Audiokomponenten halte ich sie an fast allen Punkten meiner Kette für wirkungsvoll, wenn nicht gar für nahezu unverzichtbar. Und das, obwohl ich üblicherweise Zubehör dieser Preisklasse eine Menge Skepsis entgegenbringe.

Alles begann mit einem Besuch AIfred Rudophs in Gröbenzell. Ich will nicht verhehlen, daß dieser zusammen mit Hermann Winters zu Beginn meiner HiFi-Abhängigkeit zu meinen einflußreichsten Dealern zählte und es mich Anfang der 80er immer wieder unwiderstehlich nach Duisburg zog. Aber es war gewiß nicht Nostalgie, sondern stundenlange intensive Arbeit im Hörraum, die mich erst einmal dazu brachte, den Basen zumindest aufgeschlossen gegenüberzustehen. Da die Pagode-Racks nicht bei allen beliebigen Komponenten ausreichend Platz für Experimente boten, begann Alfred Rudolph beim Netzteil meiner Vorstufe. Das Gehäuse mit den signalführenden Platinen blieb von der Tuning-Maßnahme völlig unberührt. Und dennoch veränderte sie den Klang beträchtlich – und zwar eindeutig zum Positiven.

Das wäre jedoch noch kein ausreichender Grund, Ihnen hier nur einen Teil eines ausführlichen Berichts zu präsentieren. Aber beim Test der Odeon-Hörner spielten zwei der gerade eingetroffenen Basen eine nicht unwesentliche Rolle. Denn sie hätten mich fast dazu gebracht, die Suche nach dem optimalem Aufstellungsort für die Boxen spontan aufzugeben. Warum sollte ich durch kräftezehrendes Rücken der beiden ach so zierlichen Odeon versuchen, ihnen ein bißchen mehr Tiefe – sowohl was die Raumabbildung als auch was den Frequenzgang anbelangt – zu entlocken, wenn durch je eine Base unter einer der Monoendstufen das gewünschte Resultat mit Leichtigkeit zu erzielen ist? Ich habe natürlich pflichtbewußt weiter nach dem bestmöglichen Platz für die Hörner gesucht, aber die Basen nicht mehr entfernt. Die im Odeon-Test geschilderten Erfahrungen machte ich also mit den Acapella-getunten Higher-Fidelity-Monos. Aber nicht nur die Baßwiedergabe und die Tiefenstaffelung profitierten vom neuen Fundament für die Endstufen. Auch der Hochtonbereich wirkte plötzlich differenzierter, Becken erstrahlten nun in einer Unmenge von Klangfarben, und Baßlinien kamen nicht nur satter und druckvoller, sondern waren auch einfacher zu verfolgen. Und dabei waren die beschriebenen Effekte alles andere als marginal. Schon gut, schon gut, ich höre lieber auf, bevor Sie mich haltloser Schwärmerei zeihen.

In einem der nächsten Hefte werde ich dann ganz nüchtern darüber berichten, was sich mit neun dieser Wunderdinge so alles veranstalten läßt, Ihnen die Theorie zur Wirkungsweise der Resonanzkiller vorstellen und – wenn alles klappt – sogar auf eine wissenschaftliche Untersuchung zum Thema verweisen können. Mutige – und finanzkräftige – Zeitgenossen können in der Zwischenzeit ja eigene Experimente starten.

Aber wie gesagt: Suchtgefahr ist nicht auszuschließen.

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